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Ziegen sollen für kontinuierliche Pflege sorgen

ENL-Projekt Dieteröder Klippen

 

TA und TLZ vom 12. Juli 2017

Dieterode. „Ich bin zu dem Projekt wie die Jungfrau zum Kinde gekommen“, sagt Andreas Steinert lächelnd. Er ist der Vorsitzende des Netzwerks Ökologischer Landbaubetriebe Eichsfeld. Sein angesprochenes Projekt ist die „Entwicklung von Natura 2000 – Lebensräumen“. Das bedeutet, dass Kalkmagerrasenflächen, die für bestimmte Arten von Tieren und Pflanzen wichtig sind, erhalten und gepflegt werden müssen. Das Projekt wird durch das Förderprogramm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ des Thüringer Umweltministeriums mit rund 193&#8201;000 Euro finanziell unterstützt. Das Geld kommt unter anderem von EU-Fonds.

Die gemeinten Flächen im Eichsfeld sind bei den Dieteröder Klippen (Hühneberg), beim Stein-Rachelsberg-Gobert und bei Kella. „Dass die Flächen gepflegt werden müssen, ist leichter gesagt als getan“, gibt Andreas Steinert ehrlich zu. Die Pflege ist aufgrund der Hanglage, ­gerade bei den Dieteröder Klippen, nicht einfach.

In der Vergangenheit sei es Usus gewesen, dass alle zehn bis zwanzig Jahre der Holzeinschlag anberaumt wurde. „Damit sind auch immer viele Tier- und Pflanzenarten verschwunden.“ Eine kontinuierliche Pflege der Flächen sei eine gute Alternative. Deshalb sei der einzige vernünftige Wege der Einsatz von Schafen und Ziegen. Abgesehen davon, dass die Tiere sich vom Gehölz kleiner Büsche ernähren, sei die reine Ziegen- und Schafhaltung – ohne Verkauf von Milch – ein absterbender Ast. Erst vor zwei Jahren gab es auf den Dieteröder Klippen eine erste Freimachung. „Das heißt, dass Bäume und Sträucher dort gefällt worden sind“, so Steinert. Jetzt, mit der Bewilligung des Antrages, wildlebende Tier- und Pflanzenarten zu schützen, geht das Netzwerk Ökologischer Landbaubetriebe in die Vollen.

Am Freitag und Samstag arbeiten Andreas Steinert und viele freiwillige Helfer bei den Dieteröder Klippen, um den derzeitigen Bestand mit Bäumen und Sträuchern zwischen der Kante und dem Wanderweg zu beseitigen. „Es ist wichtig, dass die Fläche freigemacht wird, denn zwischen Kante und Wanderweg wird ein Weidezaun errichtet.“ Auf etwa sieben Hektar sollen 80 Ziegen für eine kontinuierliche Pflege der Fläche sorgen. Die Aktion am Wochenende diene dazu, dass der Zaunbauer aus Dieterode die Fläche ordentlich vermessen kann.

Derzeit ist nur klar, dass etwa 100 Pfähle benötigt werden und die fünf Drähte bis auf eine Höhe von 1,20 Meter gespannt werden. Die Kosten für den Zaun liegen bei 20&#8201;000 bis 25&#8201;000 Euro. Der Grund für diese hohe Summe: Für die Pfähle müssen Löcher mittels eines speziellen Baggers in die Felsen gebohrt werden.

Zukünftig, so Steinert, soll die Fläche innerhalb des Zaunes gedrittelt werden. Denn durch eine wissenschaftliche Begleitung soll herausgefunden werden, welche Fläche in welchem Zeitraum genutzt werden kann, ohne dass Tier- oder Pflanzenarten zerstört werden.

Derzeit weiden die Ziegen eines Göttinger Schäfers in Kella. Im Oktober sollen sie erstmals die Fläche an den Dieteröder Klippen abgrasen. Aber die Tiere fressen auch nicht alles ab. Deshalb schafft sich das Netzwerk einen ferngesteuerten Handmulcher im Wert von 50&#8201;000 Euro an. Das ist eine Art Raupe, die am Hang arbeiten kann und eine Steigung von 50 Grad bewältigt.

Im kommenden Jahr plant Andreas Steinert eine Schautafel mit einer Übersicht über Tiere und Pflanzen und Führungen über die Dieteröder Klippen.
Antonia Pfaff / 12.07.17

FreischneidenKanteDieteröderKlippen_Juli2017

In Ehrenamtsarbeit mit Unterstützung von Mitgliedern von BUND, NABU und Natura 2000-Station Hütschenroda wurde eine Schneise freigeschnitten, auf der der Weidezaun errichtet wurde.

mobiler Mulcher

Die Mähraupe kam bei ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen auf den Projektflächen in Kella und an den Dieteröder Klippen zum Einsatz.

Vorher - Nachher. Die verbuschte Fläche bei Asbach wurde mit Hilfe eines Forstmulchers freigemacht.

Das Arbeitsgebiet bei Asbach-Iberg-Gobert umfaßt 43.450 Quadratmeter und wurde im Herbst 2017 mit einem Forstmulcher  von Jungbäumen und Büschen freigemacht

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